North American P-51 Mustang
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North American P-51 Mustang

Reg. F-AZSB

Schon viele Jahre stellten sich viele Fans der Flying Bulls die Frage warum ausgerechnet eine Mustang in diesem fliegenden Museum immer noch fehlt. Über die Jahre hinweg und durch viele Kontakte kam auch für die Flying Bulls der „Tag X“ indem es möglich war eine P-51 Mustang zu erwerben. Das Angebot kam aus Frankreich wo eine gut gepflegte und seit rund 20 Jahren in der Airshow Szene bekannte Mustang unter dem Nicknamen „Nooky Booky IV“ zum Verkauf angeboten wurde.

Das Besondere an dieser Mustang war auch die bemerkenswerte Historie wie sie viele andere Flugzeuge der Flying Bulls besitzen. Noch am Ende des Zweiten Weltkrieges unter der Seriennummer 44-74427 gefertigt, verbrachte die Mustang eine Zeit lang in einem Produktionsüberschussdepot der US Army Air Force und teilte so das Schicksal von vielen Jagdflugzeugen und Bombern für die es einfach keine Verwendung mehr gab. Erst im Jahr 1950 wurde sie wieder reaktiviert und kam bei der Royal Canadian Air Force noch als Kampf- und Jagdflugzeug zum Einsatz, wenn auch schon in dieser Zeit wohl absehbar war, dass die neuen Strahlflugzeuge die Zukunft der Luftwaffen bestimmen würden. So wechselte auch diese Mustang nach der Ausmusterung aus der Kanadischen Luftwaffe mehrmals ihren Besitzer.
Prominentester Eigentümer dieser P-51 dürfte wohl das Fliegerass und der legendäre Testpilot Bob Hoover gewesen sein der dieses Flugzeug Anfang der 1960er Jahre zitronengelb bemalen ließ und der Mustang den treffenden Nickname „Ole Yeller“ verpasste – nur um noch mehr aufzufallen und seine gewagten, aber gekonnten Flugmanöver zu unterstreichen.

Nach der Teilnahme an vielen Airshows wurde das Flugzeug in den 1970er Jahren von Mr. Hoover verkauft, ging erneut durch mehrere Hände und gelang schlussendlich nach Frankreich. Das Flugzeug wurde zerlegt und eingelagert, bis es 2003 von der
SDPA Association gefunden und erworben wurde. Das Flugzeug befand sich in gutem Zustand und der Zusammenbau wurde Ende 2004 abgeschlossen. Die „Nooky Booky IV“ nahm an zahlreichen Airshows teil, wurde auch für Filme wie ‚Saint-Exupéry’ oder ‚Red Tails‘ verwendet und war außerdem in Fernsehwerbungen zu sehen.

Anfang März 2021 war es dann soweit. Nachdem sich die Flying Bulls mit dem Vorbesitzer vertraglich geeinigt hatten, machte sich die „Nooky Booky IV“ - übrigens in ihrer Bemalung eine Hommage an das Fliegerass Major Leonard "Kit" Carson - auf den Weg nach Salzburg. Der verantwortliche Pilot und Airshow Urgestein George Perez brachte nicht nur das neu erworbene Juwel, sondern auch ein großes Portfolio an Wissen über die Mustang mit nach Salzburg. Empfangen wurde die aus Frankreich kommende Mustang durch eine wohl einzigartige Ehrenformation über dem Himmel von Europa – der P-38 Lightning und der F4U-4 Corsair. Beide Begleitmaschinen bildeten ebenso wie die P-51 Mustang einst das Rückgrat der amerikanischen, aber auch anderer Luftstreitkräfte.

Auch wenn die P-51 Mustang noch recht häufig auf Airshows weltweit zu sehen ist, gehört sie doch zu den begehrtesten Warbirds. Selbst Tom Cruise präsentiert voller Stolz und Verwegenheit im neuen „Top Gun Movie“ seine eigene P-51.
Genauso begehrt und mit einem fast spirituellen Ruf vorauseilend, war die Mustang auch bei fast allen Piloten in den 1940ern der Fighter schlechthin. Bomberbesatzungen die ihre Missionen von dem Schutz der Mustangpiloten abhängig machen mussten, verpassten ihren damaligen Beschützern auch respektvoll den Titel „Little Friends“.
Zur damaligen Zeit war die Mustang eines der schnellsten Jagdflugzeuge, die es zudem prinzipiell mit jedem Gegner aufnehmen konnte. Ihre große Reichweite bei Langstreckeneinsätzen brachte dieses Flugzeug auf Platz Eins bei allen angeforderten Einsätzen für komplexe Missionen.

Respektvoll muss auch heute jeder Pilot mit der über 1.400 PS starken Mustang umgehen können die das 12-Zylinder-V-Packard-Merlin V-1650 Aggregat unter ihrer Motorhaube trägt. Auch wenn die P-51 als sehr zuverlässig gilt, muss sich jeder Pilot mit den Eigenarten und dem Handling dieses doch komplexen Flugzeugs vertraut machen.

PRESSEINFORMATION

Technische Daten

Blueprint11,28 m / 37 ft9,83 m / 32,3 ft4,08 m / 13,4 ft
Kennzeichen F-AZSB
Hersteller North American Aviation
Baujahr 1944
Werksnummer 44-74427
Triebwerk Rolls Royce Merlin / Packard V-1650-7
Leistung max. 1.490 PS
Hubraum ca. 27 l
Reisegeschwindigkeit 445 km/h / 240 kts
Höchstgeschwindigkeit 813 km/h / 439 kts
Dienstgipfelhöhe 12.800 m / 42.000 ft
Max. Flugdauer 2:30 h
Reichweite 1.100 km / 600 nm
Treibstoffverbrauch ca. 250 l/h
Leergewicht 3.232 kg / 7.125 lbs
Max. Abfluggewicht 4.763 kg / 10.500 lbs
Sitze 1 Pilot / 1 Passagier

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