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    © Miro Majcen

CANADAIR F86 Sabre MK6

Kennzeichen: N80FS
Baujahr: 1956

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Story

Die Canadair CL-13B Sabre Mk.6 ist die letzte und leistungsstärkste Variante des meistproduzierten Jagdflugzeugs, das die westliche Welt je hervorgebracht hat. Fast 10.000 F-86 Sabres wurden für 33 Länder gebaut – mehr als doppelt so viele wie die Gesamtproduktion der modernen F-16. Und doch sind heute weltweit nur noch etwa zwölf flugtauglich. Diese ist die einzige in Europa.

Baujahr
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Leergewicht - kg
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Höchstgeschwindigkeit - km/h
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In Anlehnung an Mark Twain würde ich sagen: „Es scheint sehr schwierig, wenn nicht unmöglich – genau deshalb werden wir es tun.“ Und wie Antoine de Saint-Exupéry sagte: „Mach dein Leben zu einem Traum und deinen Traum zur Wirklichkeit.“

Frédéric Akary
Frédéric Akary
Ehemaliger Air-France-Kapitän und Kunstflugpilot
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Die Geschichte der Sabre beginnt bei North American Aviation, demselben Unternehmen, das auch das Schulflugzeug T-6 und die legendäre P-51 Mustang entwickelte. Als die Ingenieure dort Ende der 1940er-Jahre einen Jet entwarfen, folgten sie derselben Philosophie: eine reine
Luftkampfmaschine zu bauen. Große Querruder, eine breite Tragfläche, niedrige Überziehgeschwindigkeit, herausragende Rollrate. Keine Kompromisse in Richtung Bombereinsatz oder Mehrzweckfähigkeit. Nur ein Jäger, gebaut für den Kampf.

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Die Ingenieure von Canadair hatten ein klares Ziel: die bewährte Sabre-Zelle mit dem stärksten verfügbaren Triebwerk zu kombinieren. Das Ergebnis war das Avro Canada Orenda 14 – ein zweistufiges Turbojet-Triebwerk, vollständig in Kanada entwickelt, mit 7.275 Pfund Schub und damit rund 50 % mehr Leistung als die ersten amerikanischen F-86. In Kombination mit der weiterentwickelten „6-3“-Tragfläche mit Vorflügeln für exzellente Langsamflugeigenschaften wurde die CL-13B Sabre Mk.6 zum Flugzeug, das jeder NATOPilot fliegen wollte. Steigflug auf 10.000 Meter in rund fünf Minuten. Höchstgeschwindigkeit von 710 Meilen pro Stunde. Überlegen gegenüber allen anderen NATO-Jägern ihrer Zeit – und mit mehr Tiefflug-Performance als viele heutige Trainingsjets. Der legendäre amerikanische Displaypilot Bob Hoover antwortete einmal auf die Frage nach seinem Lieblingsjet: „Die F-86 Sabre. Warum? Weil sie sich wie eine Spitfire fliegt.“

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© Miro Majcen

Die Sabre der Flying Bulls verließ 1958 die Produktionslinie von Canadair – als eines der letzten gebauten Exemplare – und wurde an die deutsche Luftwaffe ausgeliefert. Dort war sie bei der Waffenschule 10 in Oldenburg im Einsatz, der Ausbildungseinheit für Sabre-Piloten. Dasletzte Kapitel ihres deutschen Militärdienstes war das bemerkenswerteste: Sie war der Erprobungsstelle in Manching in Bayern zugeteilt und flog als Begleitflugzeug für die experimentelle VJ-101 – den Versuch Westdeutschlands, einen überschallschnellen Senkrechtstarter zu entwickeln. Eine Sabre, die bis zuletzt Schritt mit der Zukunft hielt.

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© Miro Majcen

Fast 10.000 Sabres wurden gebaut. Warum fliegen heute weniger als ein Dutzend? Jahrzehntelang konzentrierte sich das Sammlerinteresse fast ausschließlich auf Flugzeuge aus dem Zweiten Weltkrieg. Jets aus dem Koreakrieg fanden kaum Beachtung und wurden oft verschrottet, als Zieldrohnen genutzt oder einfach dem Verfall überlassen. Die Sabre fiel durch das Raster. Doch das beginnt sich zu ändern. Vintage-Jets werden immer beliebter – allen voran die F-86, die längst als Ikone gilt. In den kommenden Jahren sollen zwei weitere F-86 nach tausenden Stunden Restaurierungsarbeit wieder abheben.

Was die Mk.6 zu einer wirklich nachhaltigen Langzeitlösung macht, ist ihre fehlende Elektronik. Keine Platinen. Keine veralteten Bauteile, die nicht mehr zu beschaffen sind. Mit drei Containern voller Ersatzteile und einem Orenda-14-Triebwerk, das noch vollständig überholt werden kann, ist die Sabre für die Zukunft gebaut – für weitere 50 bis 60 Jahre. 
 

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© Miro Majcen

Technische Daten

Höhe

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Breite

m
ft

Länge

m
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CANADAIR F86 Sabre MK6

Piloten

  • Frédéric Akary Pilot

    Frédéric Akary

    Ehemaliger Air-France-Kapitän und Kunstflugpilot

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