Flying Bulls starten in Richtung Airpower13

Zeltweg Österreich: Zum fünften Mal findet das spektakuläre Air Event „Airpower13“ statt. Für diese Show bereiten sich natürliche alle Abteilungen der Flying Bulls Team bereits seit Wochen intensiv vor!

Ground Operations

Alle Flugzeuge und Hubschrauber der Flying Bulls Flotte werden zu diesem Showdown ins Herz der Steiermark geflogen. Da sich der Aufwand für jede Show letztlich auch nach der Anzahl der Flugzeuge richtet, ist es nicht weiter verwunderlich, dass die Airpower mit über 25 Flying Bulls Flugzeugen auch einen enormen administrativen Aufwand erfordert.

Schon früh im Jahr wurden die Arbeiten an der P-38 Lightning und der B-25 Mitchell in Angriff genommen. Beide Maschinen haben eine unlackierte Außenhaut. Dadurch müssen sie regelmäßig nachpoliert werden. Das heißt, um sich in dem Flugzeugaluminium wieder perfekt spiegeln zu können, müssen alleine an der Lightning über 300 Stunden Polierarbeit investiert werden. Das sind 38 Arbeitstage oder knappe acht Wochen. Die B-25 verschlingt sogar gut das Doppelte an Manpower.

Bereits sechs Wochen vor dem Event bereitet die Flying Bulls Ground Operation alles vor, was zum Betrieb und zum Schutz sowie zum gesamten Handling über die Showtage benötigt wird. Schleppfahrzeuge, Schleppstangen für die jeweiligen Flugzeuge und alle Abdeckungen werden in verschiedenen, eigens angefertigten Taschen verpackt. Bei Bedarf produziert der Sattler neue. Werkzeuge sowie Schmiermittel kommen ebenso wie das restliche Equipment in LKWs und werden nach Zeltweg gebracht. Die notwendigen Genehmigungen für Kunstflug und Formationsflug werden seitens des Veranstalters eingeholt.

Die ohnehin top gewarteten Flugzeuge durchlaufen wegen des Events spezielle Checks. Beispielsweise wird kontrolliert, ob es notwendig ist, die vom Hersteller in Bezug auf Flugstunden festgelegte Flugzeugwartung vorzuziehen, da diese Arbeiten während der Show in Zeltweg nicht gemacht werden können. Hierzu ist die Flying Bulls Technik verantwortlich.

Die Flying Bulls Ground Operation wird in zwei Teams aufgeteilt. Bereits fünf Tage vor Eröffnung der Show ist ein Teil der Mannschaft vor Ort. Während der Woche wird Zug um Zug der Rest der Belegschaft nachgezogen. Auch während des Air Events ist die Ground Ops im Dauereinsatz. Alle Flugzeuge werden ausschließlich vom Flying Bulls Team betankt, in die Parkpositionen eingewiesen und parkfertig gemacht. Mindestens eine Stunde benötigen fünf Mann, um alle Maschinen nach ihren Flugeinsatz abzudecken. Die Schutzmaßnahmen beinhalten die Scheiben, Triebwerk-Ein- und Auslässe sowie das Abdecken für Propeller und natürlich die empfindlichen Statik und Staurohre der Avionik.

Erst dann, wenn alle im Prinzip flugbereiten Maschinen der Flying Bulls auf dem Flugplatz Zeltweg wind-und wetterfest eingepackt sind, kann die Ground Operation in den verdienten Feierabend gehen, mit Ausnahme von denen, die Wache halten.

Ruhe herrscht dann nur im Hangar 8 auf dem Flugplatz Salzburg, denn während der Airpower befindet sich die komplette Belegschaft in Zeltweg.

Pilotentraining

Obwohl die Piloten der Flying Bulls während der gesamten Flugsaison top trainiert sind, durchlaufen sie für die Airpower ein spezielles, zusätzliches Trainingsprogramm.

So gut wie jedes Wochenende fliegen die Bullen auf verschiedenen Airshows in ganz Europa. Für das größte Event in Zeltweg sind die Anforderungen jedoch etwas anders gelagert.

Bei der Airpower bieten die Flying Bulls neben Kunstflug und Präsentation der gesamten Flotte auch Formationsflug. In einem speziellen Trainingscamp im tschechischen Budweis bereiteten sich die Hubschrauberpiloten auf den Auftritt vor. In Slowenien und Zeltweg kommen die Flächenpiloten der Flying Bulls zusammen, um für das außergewöhnliche Programm zu üben.

Im Vorfeld muss jeder einzelne Pilot, der in Zeltweg fliegt, von einem Komitee bewilligt werden. Oberster Aufseher ist Bernd Piff (Display Director). Der gesamte Ablauf wird nach STANAG Vorschriften durchgeführt. STANAG ist die Abkürzung für Standardization Agreement, ein Übereinkommen der NATO-Vertragsstaaten über die Anwendung standardisierter Verfahren wie z.B. Separation / Abstände und Flughöhen, An- und Abflugverfahren usw. Die Sonderqualifikationen gelten sowohl für das Luft- wie auch für das Bodenpersonal.

Drei Tage vor Beginn des Events beginnt der große Transfer vom Salzburger Airport nach Zeltweg. Die verbleibende Mannschaft der Ground Operation betankt alle Flugzeuge und Hubschrauber und entlässt die Piloten zu einer der spektakulärsten Flugvorführungen überhaupt.

Die Zuschauer der Airpower in Zeltweg erleben die top trainierten Piloten zum Höhepunkt der Saison während einer der größten Airshows weltweit. Sie bekommen die komplette Flying Bulls Staffel in einem Ausmaß zu sehen, wie es nirgendwo sonst möglich ist.

Ja, Red Bull verleiht Flügel – die sich die Flying Bulls Piloten jedoch hart verdienen müssen.

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