Das neue Juwel der Flying Bulls:

die T-28 „Trojan“

8 Jahre Restaurationszeit, 30.000 Arbeitsstunden bis zum Erstflug, 95 Liter Farbe und viel Leidenschaft und Einsatzfreude sind in die Restauration der North American T-28B „Trojan“ geflossen. Nach den ersten Wochen im Einsatz zeigt sich: Der Aufwand hat sich gelohnt! 

Seit dem späten Sommer 2016 ist sie im Einsatz – und hat sich seitdem bereits bestens bewährt: Die T-28B wurde 1954 erbaut und war bis 1965 in der US-Navy als Trainingsmaschine im Einsatz. Mit dem 9-Zylinder-Sternmotor kommt sie auf 1400 PS Leistung – und auf eine Höchstgeschwindigkeit von rund 630 km/h.

Die Flying Bulls haben das Flugzeug aufgrund vieler Unterbrechungen über 8 Jahre hinweg liebevoll restauriert – und dabei keine Kosten und Mühen gescheut. Die besondere Herausforderung dabei: die Restauration erfolgte während des normalen Flugbetriebs und die fliegende Flotte hatte Vorrang. Hätten die Techniker die Arbeiten an einem Stück durchführen können, so hätten sie wohl „nur“ zweieinhalb Jahre benötigt.

Viele Teile an der T-28 wurden getauscht oder ersetzt – viele auszutauschende Teile konnten aus den USA organisiert werden. Falls dies nicht möglich war, fertigten die Flying Bulls die Teile selbst an. Sämtliche Bolzen, Muttern und Schrauben sowie korrodierte Bleche sind getauscht worden. Außerdem wurden alle Hydraulikleitungen neu angefertigt und desweiteren wurde die gesamte Elektrik und Elektronik erneuert. Im Zuge der Restaurierung wurde die Avionik auf den neuesten Stand der Technik gebracht. Immer im Hinterkopf der Techniker: Die Nostalgie der T-28 beizubehalten. Die Grundüberholung des Motors fand in den USA statt, bei der neuen Cockpitverglasung war eine in Salzburg ansässige Firma beteiligt. 95 Liter verbrauchte Farbe sorgen für den speziellen Look der T-28, weiße Farbe im Innenraum und oliv-schwarz im Außenbereich.

Herausforderung Rauchsystem

Zudem ist die „Trojan“ nun mit einem Rauchsystem ausgestattet, welches in den Tragflächenspitzen untergebracht ist. Die Installation war für die Techniker der Flying Bulls aufgrund der Aerodynamik eine große Herausforderung, da das Ziel eine besonders „satte Rauchentwicklung“ an den Tragflächen-Enden war. Der für den Rauch zuständige Rauchöltank ist im Rumpf verbaut, allerdings musste dieser so positioniert werden, dass er aufgrund seiner Größe und des Gewichts keine Auswirkungen auf den Schwerpunkt und die Flugeigenschaften hat.

Als Vorbereitung für den Erstflug wurden rund 20 Standläufe durchgeführt, parallel dazu erfolgte die Feinjustierung des Motors. Dass die Techniker der Flying Bulls exakt gearbeitet haben, zeigte sich nach dem Erstflug: Dieser erfolgte ohne Probleme, es mussten lediglich kleine Feineinstellungsarbeiten durchgeführt werden.

Seitdem befindet sich die T-28 im normalen Flugbetrieb und hat bisher ca. 10 Flugstunden absolviert. Darunter war auch ein Einsatz bei der AIRPOWER16. Vor 300.000 Zuschauern hat die T-28 ihre Feuertaufe bestanden – und wird zukünftig Techniker, Piloten und vor allem den Fans viel Freude bereiten.

Impressionen

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